BipHoo CA

collapse
Home / Daily News Analysis / BTS-Sänger Jungkook sieht sich selbst nicht als Popstar

BTS-Sänger Jungkook sieht sich selbst nicht als Popstar

May 15, 2026  Twila Rosenbaum  14 views
BTS-Sänger Jungkook sieht sich selbst nicht als Popstar

Er ist einer der bekanntesten Sänger der Welt, steht mit seiner Gruppe BTS regelmäßig auf den größten Bühnen und hat mit seiner Solomusik die Spitze der internationalen Charts erklommen – und doch bezeichnet sich Jeon Jungkook, besser bekannt als Jungkook, nicht als Popstar. In einem kürzlich veröffentlichten Interview mit dem YouTube-Kanal von Rolling Stone äußerte sich der 28-jährige Künstler überraschend offen über seine eigene Wahrnehmung. Er sei dankbar dafür, wie andere Menschen ihn sehen, aber er selbst habe noch nicht das Gefühl, auf dem Niveau eines Popstars angekommen zu sein. Diese Bescheidenheit mag angesichts seiner Erfolge verwundern, doch sie ist tief in seiner Persönlichkeit verwurzelt.

Jungkook erklärte, dass er hoffe, eines Tages genug Selbstvertrauen zu haben, um sich diesen Titel geben zu können. Als persönlichen Maßstab nannte er dabei seine Englischkenntnisse: Wenn er auf Englisch locker Smalltalk führen könne, würde sich das für ihn wie ein echter Durchbruch anfühlen. Er habe bereits verschiedene Sprachlern-Apps ausprobiert, darunter Duolingo, und betonte, dass vor allem Beständigkeit beim Lernen entscheidend sei. Diese ungewöhnliche Perspektive zeigt, dass Jungkook sich selbst nicht über äußere Erfolgsmessungen definiert, sondern über persönliche Weiterentwicklung.

Der Weg von BTS und Jungkook an die Weltspitze

BTS, die südkoreanische Boygroup, die 2013 ihr Debüt feierte, hat sich längst von einer Nischenerscheinung zu einem globalen Phänomen entwickelt. Die sieben Mitglieder – RM, Jin, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook – haben mit ihrer Musik, ihren choreografierten Auftritten und ihrer authentischen Kommunikation Millionen von Fans weltweit, der sogenannten ARMY, begeistert. Jungkook, geboren am 1. September 1997, ist das jüngste Mitglied, der „Maknae“ der Gruppe. Sein Talent als Sänger, Tänzer und Performer war von Anfang an unübersehbar, und er entwickelte sich schnell zu einem der beliebtesten Idole im K-Pop.

Seine Solokarriere begann schon früh mit Cover-Songs, die er auf SoundCloud veröffentlichte. Doch der Durchbruch als Solokünstler kam 2023 mit der Single „Seven (feat. Latto)“, die direkt auf Platz eins der Billboard Hot 100 einstieg. Der Song wurde weltweit gestreamt und festigte Jungkooks Status als internationaler Superstar. Es folgten weitere Hits wie „3D (feat. Jack Harlow)“ und „Standing Next to You“, die ebenfalls hohe Chartplatzierungen erreichten. Trotz dieser Erfolge bleibt Jungkook bodenständig und fokussiert sich auf seine Kunst.

Die Balance zwischen Solokarriere und Gruppendynamik

Im Interview sprach Jungkook auch über die Herausforderung, seine Solokarriere mit den Aktivitäten von BTS in Einklang zu bringen. Er betonte den starken Teamgeist der Gruppe: Obwohl jedes Mitglied ein anderes Tempo und einen anderen Stil habe, mache gerade das gemeinsame Auftreten BTS aus. Diese Harmonie ist ein zentraler Grund für den Erfolg der Band. Die Mitglieder unterstützen sich gegenseitig, sowohl musikalisch als auch persönlich. Jungkook fühlt sich in seiner Rolle als jüngstes Mitglied sehr wohl – eine Position, an die er von Anfang an gewöhnt gewesen sei. Er genießt die Fürsorge der älteren Mitglieder, aber auch die Freiheit, seinen eigenen Weg zu gehen.

Aktuell ist BTS mit ihrem fünften Studioalbum „Arirang“ zurück, das neben Gruppenliedern auch Solostücke enthält. Jungkook ist auf dem Album mit dem Song „Hooligan“ vertreten, der sowohl von Fans als auch von Kritikern positiv aufgenommen wurde. Der Titel zeigt eine rauere, experimentellere Seite des Sängers und beweist seine Vielseitigkeit. In den letzten Jahren haben die BTS-Mitglieder vermehrt Soloprojekte verfolgt, während die Gruppe als Ganzes weiterhin aktiv ist. Diese Phase wird von Fans als „Chapter 2“ bezeichnet, in dem jeder Künstler seine eigene Identität erforscht, ohne die gemeinsame Basis zu verlieren.

Der Einfluss von Bescheidenheit in der Popkultur

Jungkooks Aussage, sich nicht als Popstar zu sehen, mag ungewöhnlich klingen in einer Branche, die oft von Selbstvermarktung und Imagepflege geprägt ist. Doch sie ist typisch für viele K-Pop-Idole, die oft mit strengem Training und einer Kultur der Demut aufwachsen. In Südkorea wird Bescheidenheit als Tugend geschätzt, und Stars wie Jungkook reflektieren diesen Wert. Seine Äußerung zeigt auch, dass er trotz seines Erfolgs nicht abgehoben ist, sondern weiterhin an sich arbeitet. Diese Haltung findet großen Anklang bei der ARMY, die ihn für seine Ehrlichkeit und Bodenständigkeit schätzt.

Die Reaktionen auf das Interview waren überwiegend positiv. In sozialen Medien lobten Fans seine reflektierte Art und seine Fokussierung auf das Handwerk statt auf Labels. Viele sehen darin einen Grund, warum BTS so eine tiefe Verbindung zu ihren Anhängern aufbauen kann: Die Mitglieder zeigen sich verletzlich und authentisch, was in der oft oberflächlichen Popwelt selten ist. Jungkook selbst scheint die Anerkennung zu genießen, aber er lässt sich nicht davon blenden. Er hat mehrfach betont, dass der größte Lohn für ihn die Liebe seiner Fans ist und dass er immer danach strebt, bessere Musik zu machen.

Hintergrund: BTS und die globale K-Pop-Welle

Um Jungkooks Position besser zu verstehen, lohnt ein Blick auf die Geschichte von BTS. Die Gruppe debütierte unter Big Hit Entertainment (heute HYBE) und war zunächst auf den koreanischen Markt ausgerichtet. Doch durch soziale Medien und die treue ARMY verbreitete sich ihre Musik schnell über Asien hinaus. Mit Hits wie „DNA“, „Boy With Luv“ und „Dynamite“ eroberten sie die westlichen Charts. BTS war die erste K-Pop-Gruppe, die einen Grammy-Nominierung erhielt und vor ausverkauften Stadien tourte. Ihr Erfolg ebnete den Weg für andere K-Pop-Acts und veränderte die globale Musiklandschaft nachhaltig.

Jungkook war von Beginn an ein zentrales Element dieser Bewegung. Seine Stimme wird oft als „Golden Maknae“ bezeichnet, ein Ausdruck für seine Vielseitigkeit. Er singt, tanzt, rappt und komponiert, und sein Einfluss reicht weit über die Musik hinaus. Er ist Markenbotschafter für Luxuslabels wie Calvin Klein und Dior, und seine Social-Media-Präsenz ist enorm. Dennoch bleibt er privat und zurückhaltend, was ihn für viele Fans umso sympathischer macht.

Die Zukunft von Jungkook und BTS

Da mehrere BTS-Mitglieder ihren Militärdienst ableisten müssen, befindet sich die Gruppe derzeit in einer Phase der individuellen Aktivitäten. Jungkook selbst hat angedeutet, dass er weiterhin an neuer Musik arbeitet und sich als Künstler weiterentwickeln möchte. Sein nächstes großes Ziel ist es, sein Englisch zu verbessern, um sich freier verständigen zu können. Diese bodenständige Einstellung zeigt, dass er trotz aller Erfolge nie das Gefühl hat, angekommen zu sein. Er möchte sich stets verbessern – sei es gesanglich, tänzerisch oder sprachlich.

Dass Jungkook sich nicht als Popstar sieht, widerspricht der Realität seiner Charts-Erfolge nicht. Es ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass er den Titel nicht als gegeben betrachtet, sondern als etwas, das man sich durch harte Arbeit und inneres Wachstum verdient. In einer Welt, in der viele Künstler schnell mit Superlativen um sich werfen, wirkt seine Zurückhaltung erfrischend und authentisch. Für die Fans ist dies ein weiterer Grund, ihn zu bewundern – nicht nur als Entertainer, sondern als Menschen.


Source: Promiflash.de News


Share:

Your experience on this site will be improved by allowing cookies Cookie Policy